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Deutschland 1793 - 1871

Deutschland 1793 - 1871

Deutschland 1793 - 1871


1793 bis 1871
Vom Assignat zur Vereinsmünze

Die Wende vom 18. zum 19. Jh. brachte für die deutschen Staaten eine Fülle von Anstößen und Umwälzungen durch Einflüsse der Französischen Revolution, die Napoleonischen Kriege, die Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806, die Befreiungskriege 1813-1814 und die Neuordnung durch den Wiener Kongress 1815. Es bildete sich zum ersten Mal ein Deutscher Bund, von einer Einigung zu einem Staatengefüge oder einer einheitlichen Währung war man jedoch noch weit entfernt. Insgesamt gab es ca. 35 münzberechtigte Fürsten und Städte, die nach 1815 eigenes Geld in meist unterschiedlichen Währungen ausgaben. Die süddeutschen Staaten konnten 1837 als erste eine Vereinheitlichung erreichen, ein Jahr später gelang durch den Dresdner Münzvertrag eine Vereinigung mit dem sich in Norddeutschland ausbreitenden preußischen Talerbereich: 3½ süddeutsche Gulden galten 2 Taler. Die so geschaffene "Vereinsmünze", der Doppeltaler zu 3½ Gulden, war wegen ihrer Größe und des hohen Wertes jedoch unpraktisch und unbeliebt. Österreich, Mecklenburg und die Hansestädte schlossen sich dieser Konvention nicht an. 1857 gelang mit dem Wiener Münzvertrag ein Durchbruch: Zwar war weder die Goldwährung noch die Dezimaleinteilung erreicht, aber es lief in fast ganz Deutschland eine einheitliche Silbermünze um, der Vereinstaler (30 Stück auf ein Pfund Feinsilber). Der Taler im 14-Talerfuß (14 Stücke auf eine feine Mark zu 233,9 g) wurden diesem gleichgestellt. Die Landesmünzen bzw. Kleinmünzen blieben auch weiterhin nur in den jeweiligen Ausgabeländern gültig. Erst der deutsch-französische Krieg 1870-1871 und die darauf folgende Gründung des Kaiserreiches ermöglichten die Einführung einer völlig neuen, einheitlichen Dezimalwährung in Mark und Pfennig. Anlässlich der Umstellung zum Euro veranstaltete die Sammlung Geldgeschichte 1999 als 157. Thema seiner Reihe "Das Fenster" eine Ausstellung zu diesem Thema.

Deutschland,
Taler und Kleinmünzen aus dem 19. Jh., vor der Gründung des Deutschen Kaiserreiches 1871. Die Talermünzen galten noch bis 1907 als gesetzliches Zahlungsmittel zu 3 Mark.

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