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Griechische Welt

Griechische Welt

Die Griechische Welt:

Wiege unserer Münzen

Seit frühesten Zeiten benutzte man im Mittelmeerraum und vorderen Orient Edelmetalle, manchmal in Barrenform, als Wertmesser und Tauschmittel. Doch erst im 7. Jh. v.Chr. wurde der Feingehalt und das einheitliche Gewicht kleiner Gold- und Silberbarren durch Einstempelungen offiziell garantiert: Die ersten Münzen waren geboren. Sie erleichterten den Handel, brauchten sie doch nicht mehr gewogen, sondern nur noch gezählt zu werden. Die frühen derartigen Gold- und Silbermünzen wurden nur von einer Seite mit einem Bild versehen, oft symbolisierte ein Tier den Namen der ausgebenden Stadt. In die Rückseite drückte das Prägewerkzeug eine meist rechteckige Vertiefung ein, das "Quadratum incusum". Schon bald fing man jedoch an, auch den Oberstempel für die Rückseite mit einem Bild zu schmücken, bei den frühen Stücken liegt es innerhalb dieser Vertiefung. Das Relief ist gewöhnlich sehr hoch, erst im 3. Jh. v.Chr. wird es flacher. Das griechische Einflußgebiet reichte zeitweilig von Spanien bis Nord-Indien. Alexander der Große (336-323 v.Chr.) schuf ein erstes Weltreich, vorher gab es vorwiegend Stadtstaaten. Man kann heute über 1000 Staaten und Städte nachweisen, die im Laufe der fünfhundertjährigen Geschichte der griechischen Münze wenigstens einmal eigenes Geld ausgegeben haben.

Geordnet werden antike griechische Münzen heute noch nach dem von dem österreichischen Numismatiker Joseph Hilarius von Eckhel (1737-1798) aufgestellten geographischen System: Beginnend in Spanien rund ums Mittelmeer, endend in Nord-Afrika.

Eine chronologische Ordnung reißt zwar geographische Zusammenhänge auseinander, verdeutlicht aber die Entwicklung in technischer und stilistischer Hinsicht.

Makedonia, Königreich Philippos II., 359-336 v. Chr. Goldstater, nach 345 v.Chr. Vs.: Belorbeerter Apollokopf, Rs.: Biga mit Wagenlenker, darunter Kantharos.

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