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Bruttoinlandsprodukt verzeichnet im 4. Quartal 2018 eine Null

Chefvolkswirt der Kreissparkasse Köln: „Gute Voraussetzungen für eine Fortsetzung des Aufschwungs, wenn zeitnah Lösungen gefunden werden"

Köln, den 14. Februar 2019
Wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte, veränderte sich das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal 2018 um 0,0 % und blieb damit auf dem Niveau des Vorquartals. Diese Entwicklung kommentiert Prof. Dr. Carsten Wesselmann, Chefvolkswirt der Kreissparkasse Köln, wie folgt:

„Die deutsche Volkswirtschaft ist nur knapp an einer technischen Rezession vorbeigeschrammt. Die vielen wirtschafts- und geopolitischen Risikofaktoren legen sich langsam wie Mehltau auf die Konjunktur und sorgen für Unsicherheit. Unsicherheit ist Gift für die Wirtschaft, denn sie nährt sich häufig selbst und lähmt die Konsum- und Investitionsbereitschaft. Es bleibt zu hoffen, dass für Brexit,
Handelskonflikt, mangelnde Budgetdisziplin in Italien und Co. zeitnah diplomatische, einvernehmliche Lösungen gefunden werden. Dann können wir es halten wie Mark Twain, der einmal gesagt hat: ‚Ich habe in meinem Leben schon unzählige Katastrophen durchlebt - die wenigsten davon sind eingetreten.‘ Ich bin zuversichtlich, dass letztlich der politische Sachverstand und das Verantwortungsgefühl aller Beteiligten siegen und die vielen Konfliktfelder nicht eskalieren. Für diesen Fall sind die Aussichten gut, dass der Konjunkturaufschwung in Deutschland - wenn auch mit gemäßigtem Tempo - in diesem und vermutlich auch noch über Teile des nächsten Jahres anhält."

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