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FATCA
Gegenseitiger Austausch steuerrelevanter Daten
Betrifft Kunden mit ausländischer Steuerpflicht
Gilt für natürliche Personen und Unternehmen

AEOI und FATCA

Abkommen zur Bekämpfung der Steuerhinterziehung

Überblick

Deutschland, die USA und viele weitere Staaten arbeiten bei der Bekämpfung von Steuerhinterziehung eng zusammen. Das AEOI-Abkommen („Automatic Exchange of Information“) regelt den automatisierten Austausch von Finanzinformationen zwischen den Teilnehmerländern. Das Abkommen zur Umsetzung des sogenannten „Foreign Account Tax Compliance Act“ (FATCA) gilt für den gegenseitigen Austausch steuerrelevanter Daten zwischen Deutschland und den USA.

Die internationalen Regelungen kommen in Deutschland durch das Finanzkonten-Informationsaustauschgesetz (FKAustG) und die FATCA-USA-Umsetzungsverordnung zur Anwendung.

AEOI und FATCA betreffen Finanzinstitute, Versicherungen und Fondsgesellschaften

Alle sind gleichermaßen verpflichtet, Informationen über Konto- und Depotinhaber mit ausländischer Steuerpflicht an das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) zu melden. Von dort werden die Daten an die jeweilige nationale Finanzverwaltung weitergeleitet.

Internationale Zusammenarbeit

Ziel der Abkommen ist die Erschwerung von Steuerhinterziehung durch Konten im Ausland und damit einhergehend die Förderung der Steuerehrlichkeit.
Die deutschen Finanzbehörden erhalten also im Gegenzug Steuerinformationen aus den USA und den AEOI-Teilnehmerländern über Anleger, die in Deutschland steuerpflichtig sind.

Natürliche Personen und Unternehmen werden erfasst

Von AEOI und FATCA werden sowohl natürliche Personen als auch Unternehmen bzw. Gesellschaften erfasst, die in einem AEOI-Teilnehmerstaat oder in den USA steuerpflichtig sind.

Betroffene Kunden
Wann sind Sie betroffen?

Von der Meldepflicht erfasst werden Natürliche Personen und Unternehmen, die in einem der AEOI-Teilnehmerstaaten oder den USA steuerpflichtig sind.
Als im Ausland steuerlich ansässig gelten u.a. Personen mit einem der folgenden Merkmale.

Natürliche Personen:

  • Kontoinhaber oder wirtschaftlich Berechtigter mit ausländischer Adresse (permanenter Wohnsitz oder Postanschrift)
  • Bevollmächtigter mit ausländischer Adresse
  • Ausländische Telefonnummer

Zusätzliche Merkmale für eine Steuerpflicht in den USA können sein:

  • US-Staatsangehörigkeit (auch bei doppelter Staatsbürgerschaft)
  • Geburtsort in den USA
  • Dauerauftrag auf ein Konto in den USA

Unternehmen:

  • Sitz der Gesellschaft im Ausland (Hauptsitz oder Sitz der Geschäftsleitung)
  • Gründungsort im Ausland
  • Anteilseigner mit mehr als 25% der Anteile bzw. Stimmrechte ist eine Person mit steuerlicher Ansässigkeit im Ausland
Neueröffnung von Konten und Depots

Wir holen aufgrund der AEOI-Regelungen von Ihnen eine Selbstauskunft ein, wenn Sie erstmals ein Giro-, Einlagen oder Depotkonto bei uns eröffnen.

Überprüfung bestehender Konten und Depots

Auch bei bereits bestehenden Kontoverbindungen sind wir gesetzlich dazu verpflichtet, die Kunden mit Hilfe vorgegebener Merkmale auf eine evtl. ausländische Steuerpflicht zu überprüfen. Unter Umständen benötigen wir eine Selbstauskunft zur Dokumentation Ihrer steuerlichen Ansässigkeit.

Das ist zu tun
Klärung des Steuerstatus

Stellen wir bei Ihnen einen (möglichen) ausländischen Steuerbezug fest, fordern wir Sie auf, Ihren Steuerstatus mittels einer sogenannten Selbstauskunft zu erklären.
Bestätigt sich dadurch Ihre ausländische Steuerpflicht werden wir Ihre steuerlich relevanten Daten jährlich an das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) zur Weitergabe an die ausländischen Finanzbehörden melden. Falls Unterlagen unvollständig bleiben oder Sie nicht reagieren, sind wir ebenfalls zur Abgabe einer Meldung verpflichtet.

Eine Meldung wird nicht erfolgen, wenn Sie in der Selbstauskunft bestätigen, dass Sie nicht im Ausland steuerpflichtig sind. Gegebenenfalls sind weitere Nachweise erforderlich.

Das wird gemeldet

Bei Kunden, die im Ausland steuerpflichtig sind, müssen wir jährlich folgende Informationen an das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) melden:

  • Name, Anschrift, Steueridentifikationsnummer TIN (falls vorhanden)
  • Kontonummer und Kontosaldo/-wert zum letzten Jahresultimo bzw. zum Zeitpunkt der Auflösung
  • Bruttozinsen und –dividenden sowie andere Kapitalerträge
  • Ab 2017 auch Bruttoveräußerungserlöse bei Depotkonten
Weitere Informationen
Infos zu AEOI
Infos zu FATCA

Bundesministerium für Finanzen:

Ausfüllhilfe zur Selbstauskunft für Rechtsträger

Identifikationsnummer der Kreissparkasse Köln

Following the enactment of FATCA, Kreissparkasse Köln is a Reporting Financial Institution according to the definition and rules of the intergovernmental agreement in effect.

We are registered with the Internal Revenue Service (IRS) under the following Global Intermediary Identification Number (GIIN).

Global Intermediary Identification Number (GIIN)

"33EYSU.99999.SL.276"
FATCA-Status: Reporting Model 1 IGA FFI