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ifo-Geschäftsklimaindex sinkt weiter

24.06.2019

Chefvolkswirt der Kreissparkasse Köln: „Eine Annäherung zwischen China und den USA würde zu mehr konjunktureller Zuversicht beitragen."

Köln, den 24. Juni 2019
Wie das ifo-Institut heute mitteilte, ist der ifo Geschäftsklimaindex im Juni auf 97,4 Punkte gesunken. Diese Entwicklung kommentiert Prof. Dr. Carsten Wesselmann, Chefvolkswirt der Kreissparkasse Köln, wie folgt:

„Wir bewegen uns in einer Dauerdrohkulisse: Handelskrieg, Brexit, Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran, mangelnde Budgetdisziplin - nicht nur in Italien, verstärkte konjunkturelle Abwärtsrisiken. Der Rückgang des ifo-Index sollte vor diesem Hintergrund nicht erstaunen. In diesem Kontext kommt den G-20-Gifel am kommenden Wochenende eine besondere Bedeutung zu. Einer Annäherung zwischen China und den USA während dieses Treffens wäre ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung und könnte zu mehr konjunktureller Zuversicht beitragen. Schauen die Unternehmen mit mehr Optimismus nach vorne, dürfte sich die Investitionsbremse lösen und die privaten Haushalte sollten sich ausgabenfreudiger zeigen. Die globale Konjunktur könnte wieder nachhaltig Tritt fassen. Die Mehrzahl der Konjunkturexperten ist sich einig, dass sich mit Blick auf die geringere Wachstumsdynamik eigentlich niemand eine Verschärfung des Konfliktes leisten kann. Das wissen auch Donald Trump und Xi Jinping. Die Chancen auf einen ersten Schritt in Richtung Deeskalation sind damit gar nicht so schlecht, auch wenn Donald Trump in der Vergangenheit schon für manche Überraschung gesorgt hat."