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Beratung und Lebenshilfe in finanzieller Notlage

Beratung und Lebenshilfe in finanzieller Notlage

Kreissparkasse Köln unterstützt Schuldnerberatungsstellen in ihrem Geschäftsgebiet mit 230.000 Euro Beratung und Lebenshilfe in finanzieller Notlage

Köln, den 4. Oktober 2018
Trotz der guten konjunkturellen Entwicklung ist die Zahl der überschuldeten Menschen in Deutschland zum vierten Mal in Folge gestiegen. Mit 6,9 Millionen waren zum Stichtag 1. Oktober 2017 rund 65.000 und damit 0,9 % mehr Menschen im Vergleich zum Vorjahr überschuldet, wie aus dem SchuldnerAtlas Deutschland 2017 der Wirtschaftsauskunftei Creditreform hervorgeht. Die Überschuldungsquote sank leicht auf 10,04%, da die Bevölkerung durch Zuwanderung zuletzt spürbar gestiegen ist. Dabei liegt Nordrhein-Westfalen mit einer Überschuldungsquote von 11,63 % im bundesweiten Vergleich auf dem vierten Platz; die Zahl der Überschuldeten beträgt hier 1,73 Millionen Menschen.

Die häufigsten Gründe für Überschuldung sind laut Creditreform Erkrankung, Sucht, Unfall und unwirtschaftliche Haushaltsführung. Dagegen verlieren ökonomische Auslöser wie Arbeitslosigkeit und gescheiterte Selbstständigkeit an Bedeutung. Insgesamt nimmt zudem die Altersverschuldung (insbesondere ab 70 Jahren) weiter zu, die Zahl junger überschuldeter Personen (unter 30 Jahren) ist dagegen leicht rückläufig. Negativer Spitzenreiter bleiben auch 2017 die 30- bis 39-Jährigen.

Die institutionalisierte Schuldnerberatung bietet Menschen in finanzieller Notlage Beratung und somit ein Stück Lebenshilfe. Als einzige kreditwirtschaftliche Gruppe fördert die Sparkassen-Finanzgruppe die Schuldnerberatungsstellen alljährlich mit namhaften Beträgen. Dabei sind die Sparkassen trotz ihres hohen Marktanteils nachweislich in die Verursachung von Überschuldungssituationen kaum involviert.
Alleine die Sparkassen in Nordrhein-Westfalen bringen jährlich 3 Millionen Euro aus einem speziell eingerichteten Fonds zur Mitfinanzierung der Schuldnerberatung auf. Seit 1998 summiert sich die Fördersumme auf über 57 Mio. Euro.

Im Rahmen einer Informationsveranstaltung der Kreissparkasse Köln wurden kürzlich insgesamt 229.930,69 Euro an 12 Schuldnerberatungsstellen im Geschäftsgebiet der Kreissparkasse Köln, dem Rhein-Erft-Kreis, dem Rhein-Sieg-Kreis, dem Rheinisch-Bergischen Kreis und dem Oberbergischen Kreis, übergeben.

Folgende Einrichtungen erhielten finanzielle Mittel aus dem Fonds:

- Arbeiter-Samariter-Bund, Erftstadt
- Arbeiterwohlfahrt Rhein-Oberberg e.V., Engelskirchen
- Caritasverband für den Rhein-Erft-Kreis e.V., Hürth- 
-  Diakonisches Werk des evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region und der Caritasverband für den Rheinisch-Bergischen Kreis e.V., Bergisch Gladbach (Gemeinsame Schuldnerberatung)
- Diakonisches Werk Köln und Region, Bergisch Gladbach
- Bund (IB) West gGmbH, Köln
- Verein für soziale Dienste im Rhein-Sieg-Kreis e.V., Siegburg
- Stadt Hürth, Schuldnerberatungsstelle
- Stadt Pulheim, Schuldnerberatungsstelle
- Stadt Sankt Augustin, Schuldnerberatungsstelle
- Stadt Troisdorf, Schuldnerberatungsstelle
- Verbraucherzentrale NRW, Regionalleitung, Bonn

Dem Problem der Überschuldung begegnet die Kreissparkasse Köln nicht nur durch die aktive Unterstützung von Schuldnerberatungsstellen, sondern auch durch vielfältige Präventionsmaßnahmen, mit dem Ziel, ihre Kunden vor der „Schuldenfalle" zu bewahren. Jeder Kreditvergabe geht eine ausführliche und verantwortungsvolle Beratung voraus, welche insbesondere die finanzielle Belastbarkeit des potentiellen Kreditnehmers berücksichtigt.
Aufklärungsarbeit zum Thema „Richtiger Umgang mit Geld" leistet die Kreissparkasse Köln darüber hinaus durch regelmäßige Veranstaltungen, beginnend bereits für die ganz jungen Kunden im Rahmen ihres Sparkassen-Schulservices und der Bildungsinitiative KURS. Hier erhalten die Jugendlichen Tipps zum Umgang mit dem ersten Geld. Zudem finden überschuldete Menschen, die einen Rat suchen, vielfältige Informationen im Internet unter www.geldundhaushalt.de.

Bildunterschrift:
Die Vertreter der Schuldnerberatungsstellen nehmen die Fördermittel im Käthe Kollwitz Museum Köln der Kreissparkasse Köln entgegen.
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