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Bhutan - copyright Bernd Baehr

 

Unter dem roten Regenschirm

Bernd Baehr in Buthan

Bernd Baehr am Tigernest-Kloster

Unser Kollege Bernd Baehr aus Hennef arbeitet derzeit für die "Sparkassenstiftung für internationale Kooperation" in Bhutan.

Seine Aufgabe ist es, ein Microfinance-Projekt in ein nachhaltiges, rechtlich selbstständiges Microfinanceinstitut zu transformieren. In einem spannenden Erfahrungsbericht lässt er uns an seinen Erlebnissen und Erfolgen teilhaben.


Bernd Baehr erzählt: "Wir bauen eine kleine Sparkasse im Himalaya auf."

Das Microfinance-Projekt hat seit Mai eine Lizenz. Jetzt fehlt nur noch von der Zentralbank eine weitere Lizenz, damit auch endlich die Spareinlagen zur Darlehensvergabe verwendet werden können.
Als sogenannter Langzeitexperte leitet und trainiert er derzeit 19 bhutanische Mitarbeiter.
Ziel des Projektes ist es, im Jahr 2019 die Direktorenstelle an einen bhutanischen Mitarbeiter oder Mitarbeiterin zu übergeben.

Was ihn an der Arbeit so reizt, ist die Vielfältigkeit: 
- Headoffice-Work, wie Planung, Strategie, Kontrolle, Training von Mitarbeitern
- Field-Work, also Zweigstellenbesuche in atemberaubender Landschaft
- Verhandlungen mit der Zentralbank
- Tägliche Weiterentwicklung des Projektes

Bhutan ist ein sehr besonderes Land

Es war Jahrzehnte lang ein isoliertes Königreich und die Leute waren glücklich mit dem, was sie hatten. Vom Rest der Welt haben sie nicht viel mitbekommen. Erst im Jahr 1999 wurden Fernseher und Computer eingeführt. Seitdem befindet sich Bhutan in einem dynamischen Entwicklungsprozess.

Bernd Baehr bei der Entwicklungsarbeit in Bhutan.


Das "Bruttonationalglück" ist wichtiger als das Bruttonationalwachstum.
Für Bernd Baehr ist es besonders spannend, ein Teil dieser Entwicklung zu sein. Er erlebt hautnah mit, wie das Land sich entwickelt und dabei das Bruttonationalglück nicht aus den Augen verliert. Es ist nicht einfach, die richtige Balance zwischen Wachstum und Festhalten an Traditionen zu finden.

Besonders beeindruckend ist die Erreichbarkeit der abgelegenen Dörfer
Der Weg zur Filiale

Teilweise fahren die Zweigstellenmitarbeiter 3 Stunden mit dem Auto auf unbefestigten Straßen. Dann müssen sie noch eine halbe Stunde einen Berg hochkraxeln, um die Centermeetings zu erreichen. Gerade zur Monsunzeit sind die Herausforderungen kaum vorstellbar.
Flüsse sind in der Zeit sehr stark überflutet, Brücken wurden weggespült, Wege und Straßen an den Berghängen rutschen einfach runter.

Über die Sparkassenstiftung für internationale Kooperation

Vor 200 Jahren wurden in Deutschland die Sparkassen als Mikrofinanzinstitutionen für Bezieher geringer Einkommen gegründet. Seitdem haben sich die deutschen Sparkassen zu einer der größten Finanzgruppen weltweit entwickelt, die erfolgreich hohe Professionalität mit einem starken sozialen Auftrag verbindet. Aufgabe der Sparkassenstiftung für internationale Kooperation ist es, diese Erfahrungen in Entwicklungs- und Transformationsländern verfügbar zu machen. Sie unterstützt Finanzinstitutionen, die die wirtschaftliche und soziale Entwicklung nachhaltig auf lokaler, regionaler oder nationaler Ebene durch bedarfsgerechtes Bankgeschäft fördern.