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Mechanische Spardosen

Mechanische Spardosen

Mechanische Spardosen

Viele Sammler, besonders in den USA, unterteilen die unübersehbare Menge von Spardosen unabhängig von ihrer Funktion als Sammeldosen, Opferstöcke, Heimspardosen etc. in zwei große Gruppen: die "Still Banks" und die "Mechanical Banks", die mechanischen Spardosen. Es gibt in den USA sogar zwei unterschiedliche Sammler-Vereinigungen. Mit dem englischen Begriff "Still Banks" werden alle Spardosen bezeichnet, bei denen keine Mechanik im Spiel ist; ein deutsches Wort hierfür konnte noch nicht gefunden werden. Auch der Begriff "mechanische Spardosen" ist eine nicht gerade glückliche Übersetzung aus dem Englischen; ein Zeichen, dass diese Unterscheidung im deutschen Sprachraum nicht so wichtig war wie bei englischsprachigen Sammlern. Bei dieser Gruppe bewegt sich etwas beim Einwurf von Geldstücken, es ertönt Musik oder ein Zählwerk wird in Gang gesetzt. Gerade die mechanischen Spardosen erfreuten und erfreuen sich bei Sammlern wie bei der eigentlichen Zielgruppe der Kinder und Sparer einer großen Beliebtheit, fördern sie doch angeblich den Spargedanken durch Ausnutzen des Spieltriebes.

Viele sind aus Blech hergestellt, ein Zentrum für Blechspardosen war die traditionsreiche Spielzeugstadt Nürnberg sowie ihr Vorort Zirndorf.

Die prominenteste Gruppe mechanischer Spardosen entstand in den USA aus Gusseisen. Nach dem Ende des Bürgerkrieges war die eisenverarbeitende Industrie nicht mehr ausgelastet und stellte sich von Kriegsmaterial um auf Haushaltsgeräte und auch auf Spielzeug. Von 1869 bis zum ersten Weltkrieg wurden Hunderte verschiedener Spardosen hergestellt, die schönsten waren mit ausgefeilten und trickreichen Mechaniken versehen (Ausstellungsbroschüre "Sie spielen, springen, schlucken Geld ... Amerikanisches Sparspielzeug aus dem 19. Jahrhundert", als Download in Vorbereitung). Heute überschwemmen billige, minderwertige Nachahmungen aus Fernost den Markt.


Deutschland
Specht. Blech, bedruckt, um 1980.H.: 13,5 cm.

Deutschland
Blechspardose zum Ansparen auf einen VW, 1940. Beim Einwurf wird ein Zählwerk in Betrieb gesetzt, nach 5 oder 10 Mk. öffnet sich automatisch eine Klappe.
Hersteller: Michael Seidl, Zirndorf.
Blech, farbig lithographiert. 10,8 x 6,4 cm, H.: 13,2 cm.


Deutschland
Sparkasse mit Geldzählwerk, 30er Jahre. Blech, farbig lithographiert. 13 x 7 cm, H· 8,3 cm.

Deutschland
Fußballspiel, 50er Jahre. Blech, farbig bedruckt. 7 x 13 cm, H.: 8,4 cm

Deutschland
"Geldwechsler", um 1970. Sperrholz, H.: 4,2 cm, L.: 16,5 cm.

Deutschland
Klo-Häuschen, 1995. Sperrholz, Mausefalle. 10 x 13 cm, H.: ca. 16 cm.

Australien
"Robie", Roboter mit Batterie, um 1990. Plastik. Robie frisst das Geldstück, kaut und rollt mit den Augen


Deutschland
Roter Tresor, um 1960, Plastik. 6,3 x 10 cm, H.: 14,2 cm.

Deutschland
Sparkasse, 50er Jahre. Blech, farbig bedruckt. 7 x 13 cm, H.: 8,4 cm

Hongkong
Totenkopf, Ende 60er Jahre, Plastik und Federwerk. 16 x 7 cm, H.: 8,5 cm.

U.S.A.
Das ausschlagende Muli, "Kicking Mule Bank" oder "I Always Did 'Spise a Mule". Gusseisen, bemalt, patentiert 1897.

U.S.A.
Löwe und Affen, "Lion and Monkey Bank". Gusseisen, bemalt, patentiert 1883.


U.S.A.
Zwei Ochsenfrösche. "Bullfrog Bank" oder "Frog Bank". Gusseisen, bemalt, patentiert 1882.

Amerikanischer Tresor, 1897. Gusseisen, mit Zahlenschloss.

U.S.A.
Registrierkasse mit Jugendstil-Dekor. Blech, bedruckt, nach 1915.

U.S.A.
Der Bestechliche, "Tammany Bank". Gusseisen, bemalt, patentiert 1873.

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